Ein neuer Zugang

Wir sind häufig „im Kopf“. Unsere Aufmerksamkeit verweilt bei unseren Gedanken. Kopfkino, Gedankenkreisen, Grübeln – wer kennt das nicht? Demgegenüber steht unser Körper mit all seinen Empfindungen und Gefühlen. Manchmal scheint der Zugang dazu aber „wie abgeschnitten“. Das mindert die Lebendigkeit, Lebensfreude, den flow.

Körpertherapie hat in der Psychotherapie eine lange Tradition. Viele therapeutische Richtungen beziehen den Körper in ihre Arbeit mit ein, weil dort ja alle wichtigen Informationen, besonders Gefühle, gespeichert sind. Bei der von mir angebotenen Form der Emotionalarbeit nutzen wir ein besonders sicheres Setting. Ein Klient, der sich vollkommen sicher fühlt, kann seinen Gefühlen viel leichter begegnen. Und darum geht es ja sehr oft in der Therapie: Ordnung in die eigene Gedanken- und Gefühlswelt zu bringen. Die spontanen oder auch „alten“ Gefühle jetzt und heute für die Zukunft zu nutzen. Denn darin liegt der tiefere Sinn von Gefühlen:
Trauer, um altes loszulassen
Angst, als Warnung vor den Gefahren des Alltags
Neid, als Ansporn, etwas genausogut zu machen wie mein Vorbild
Wut, um „Nein, Danke!“ zu sagen und
Freude und Liebe, um dem Moment „Die Krone aufzusetzen“.

Der Sinn und Zweck eines körpertherapeutischen Zugangs liegt darin, diese Gefühle wieder besser nutzbar zu machen. Emotion bedeutet „ausdrücken“. Das kann die eigene Gefühlswelt wieder in den Fluß bringen und mich näher zu mir selbst. Ganz nebenbei können manchmal sogar psychosomatische Beschwerden verschwinden, da es für den Körper häufig eine große Anstrengnung bedeutet, Gefühle zu deckeln. Er muss Energie bereitstellen, die für andere wichtige Aufgaben nicht zu Verfügung steht.

Die Ursprünge, der von mir angebotenen körpertherapeutischen Emotionalarbeit liegen in der Festhaltetherapie nach Jirina Prekop, Bonding-Psychotherapie nach Daniel Casriel, Traumatherapie nach Peter Levine sowie in der systemischen Therapie. Hier finden Sie weitere informationen. Besonders diesen Pionieren ist es zu verdanken, dass wir heute diese heilsamen Zugänge zu uns selbst nutzen können. Im Grunde genommen, „die natürlichste Sache der Welt“, nur leider sehr häufig durch eine körperfremde Kultur und negative und angstbesetzte Körpererfahrungen in den Hintergrund getreten.

Herzlichst,
Andree Gauer