Indikationen

Die Organisation unseres Gesundheitssystems erfordert eine rasche Einordnung des persönlichen Anliegens in Diagnosen. Weniger Berücksichtigung finden zum Teil die aus meiner Sicht wichtigen Ressourcen, wie z. B. die Persönlichkeit, die individuelle Motivation, der Glaube an Veränderung, die biografische Prägung oder auch die persönliche Lebenssituation. In einer Heilpraxis las ich den Satz: „Wir behandeln keine Krankheiten, unsere Sorge gilt dem kranken Menschen.“ Das entspricht meiner Auffassung einer ganzheitlichen Vorgehensweise. Anders ausgedrückt, lässt sich eine bessere Gesundheit oft durch den Fokus auf und die Aktivierung von individuellen Selbstheilungskräften erreichen, während die Identifikation mit Diagnosen die Gefahr einer Verfestigung des Leidenszustandes birgt.

Um dem Anliegen nach Anwendungsbeispielen dennoch gerecht zu werden, sind hier einige allgemeine Indikationen aufgeführt:

Ängste, Phobien oder Panik

Verschiedenste Formen von Ängsten, Phobien bis hin zu Panikattacken, z. B. Schul-, Prüfungs-, Vortrags-, Flug- oder Höhenängste, sind häufig und oftmals gut mit Hypnose behandelbar. Ein heilsames Ziel ist oft, den Widerstand gegen die Angst aufzugeben, sie also anzunehmen und kreative Wege zu entdecken, Ängste zu verwandeln.

Depressionen

Der Begriff Depression beschreibt unterschiedliche Formen des Niedergedrücktseins. Hier spielt natürlich  die individuelle Lebensgeschichte, die Persönlichkeit und auch die aktuelle Lebenssituation eine wichtige Rolle. In der Therapie geht es darum, sich wieder auf- und evtl. auch neu auszurichten, d. h., die Talente, Lebensmuster oder Ziele zu entdecken, die einen innerlich erfüllen können und helfen, die eigene Lebendigkeit wieder besser zu spüren.

Burnout

Foto: ca. 20 rote Steichholzkuppen an vertikal ausgerichteten Steichhölzern bewegen sich kreisförmig (bewegungsunschärfe) um einen mittig angeordneten abgebrannten Streichholz.Menschen, die sehr viel leisten, einen hohen Anspruch an sich haben oder auch schwer Grenzen ziehen können, bündeln die Voraussetzungen für einen Burnout. In der Behandlung geht es oft um die Auseinandersetzung mit eigenen Idealen, dem rechten Maß, Selbstliebe oder manchmal auch einer beruflichen Neuausrichtung. Es ist ratsam, sich rechtzeitig Hilfe zu holen, da es im fortgeschrittenen Stadium sehr lange dauern kann, bis man wieder festen Boden unter den Füßen hat.

Zwänge

Es gibt eine Vielzahl von Handlungen oder Gedanken, die oft mit bewussten oder unbewussten Ängsten verknüpft sind. Daraus können Zwänge, z. B. ein Waschzwang oder ein Kontrollzwang entstehen. Für die hypnotherapeutische Behandlung gelten ähnliche Grundsätze wie bei Ängsten. Eine wichtige Aufgabe ist es, sich in neue, lebendigere Verhaltensmuster einzuüben.

Süchte

Auch bei der Raucherentwöhnung zeigen meine Behandlungsmethoden Erfolge. Hier arbeite ich mit Frau Ursula Schönfelder zusammen; siehe dazu speziell: www.raucherentwoehnung-zentrum.de. Bei einer Alkoholabhängigkeit kann z. B.  in der Nachsorge mit Hypnose gearbeitet werden, Hypnotherapie ersetzt allerdings kein umfassendes Entwöhnungsprogramm. So genannte sanfte Süchte wie übermäßiges Naschen oder Fernsehkonsum sind ebenfalls gut hypnotherapeutisch behandelbar.

Psychosomatische Erkrankungen

Körperlich nachweisbare Symptome, bei denen auch die psychische Verarbeitung eine wichtige Rolle spielt, sind ein klassisches Feld für Psychotherapeuten. Ein gutes Selbstgefühl, Vertrauen in den eigenen Körper oder auch das Gefühl einer stimmigen inneren Balance können sich sofort lindernd auf körperliche Beschwerden wie z. B. Verdauungsbeschwerden oder Kopfschmerzen auswirken.

Chronische Schmerzen

Schmerzen sind mit Hypnose oftmals gut behandelbar, weil in einer hypnotischen Trance die Schmerzweiterleitung blockiert wird, man also im Prinzip lernt, schmerzfrei zu sein. Dies gilt auch für chronische Schmerzen. Die Dauer einer Behandlung kann dabei allerdings je nach Schmerzintensität und –ursache sehr unterschiedlich sein.

Nicht schlafen können

Der Schlaf gehört mit zum gesündesten, was wir alltäglich erfahren. Nicht schlafen können, kann unser Immunsystem und damit auch unsere Selbstheilungskräfte enorm schwächen. Laut einer Studie der DAK aus dem Jahr 2017 klagen 80% der Deutschen über Schlafstörungen. Auch wenn ich zur Vorsicht bei der Interpretation dieser Zahl rate, weist sie doch darauf hin, dass wir kein entspanntes Verhältnis zu diesem wunderbar erholsamen Teil unseres Lebens pflegen. Hier kann Hypnotherapie, die kleine Schwester vom Schlaf, einen wichtigen Beitrag leisten. Sie können lernen wieder besser einzuschlafen und Ihre Haltung zum Schlaf entspannen.

Beziehungsprobleme

Sie werden oft durch eigene, ungelöste Konflikte hervorgerufen. Ich mache keine klassische Paartherapie, berate Sie allerdings gern bei solchen Problemen. Wer dabei lernt sich selbst besser anzunehmen, kann auch seinen Partner wieder mehr lieben lernen.

Mobbing

Dabei geht es um schikanöses, tyrannisierendes oder ausgrenzendes Verhalten am Arbeitsplatz. Für die Betroffenen kann es sich wie Psychoterror anfühlen. Ihr Selbstwertgefühl und Ihre Leistungsfähigkeit leiden, häufig zeigen sich auch körperliche Symptome. Auch hier ist es möglich die persönliche Stabilität mit Hilfe eines Psychotherapeuten zu verbessern.

Allgemeine Lebens- und Sinnkrisen

Sie sind natürlicher Teil unserer Entwicklung und damit auch ein wichtiger Entwicklungsmotor. Das gilt für allgemeine Krisen wie die Pubertät, eine Verlusterfahrung oder auch den Renteneintritt, aber z. B. auch für berufliche Sinnkrisen. Mit Hilfe eines Therapeuten lassen sich diese Zeiten besser durchstehen, wenn es gelingt, wieder einen besseren Zugang zu seinen Ressourcen und damit zu seiner Lebensfreude zu finden. Dann dienen solche Krisen auch der persönlichen Stärkung.

Traumafolgen

Durch einen Unfall, Überfall oder auch ganz andere Ereignisse können Traumafolgen entstehen. Manchmal sind es unscheinbare, kleine Erlebnisse, die Spuren in der Erinnerung hinterlassen und das gesunde Verhaltensrepertoire einschränken. Hierbei können Hypnotherapie oder auch EFT helfen. Ob eine Traumatherapie angezeigt ist, sollte in einem ausführlichen Gespräch sorgfältig geprüft werden.

Trauerbewältigung

Durch eine bewusste Trauerbewältigung kann ein neuer „Selbst- und Weltbezug“ entstehen, so beschreibt es die Schweizer Psychologin Verena Kast. Aber auch das „Nicht-wahrhaben-Wollen“, „Aufbrechende Emotionen“ und das „Suchen und sich Trennen“ können therapeutisch begleitet und dadurch besser verarbeitet werden.

 

Selbstverständlich können auch andere persönliche Probleme therapeutisch aufgelöst werden. Ich freue mich auf Ihre Kontaktaufnahme. 

 

Vorteile für Klienten

Die Vorteile bei der Anwendung von Hypnose als Therapieform in meiner Praxis sind:

  • kurze Behandlungsdauer und gemeinschaftlich abgestimmte Therapieplanung,
    d. h., Sie gestalten den Therapieprozess aktiv mit,
  • spürbare Verbesserungen der Symptomatik in oftmals zwei bis drei Sitzungen,
  • freie Therapieplätze ohne lange Wartezeiten,
  • keine Nebenwirkungen und deshalb sehr gut mit sämtlichen schulmedizinischen
    und alternativen Heilmethoden kombinierbar.